Jedes Bienenprodukt besitzt eine eigene Herkunft, Zusammensetzung und Tradition. Qualität beginnt bei der Gewinnung und reicht bis zur sorgfältigen Verarbeitung.
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Bienenprodukte
Vielfalt aus dem
Bienenvolk.
Im Überblick
Naturstoffe sorgfältig
betrachten.
Die ÖGA informiert über Eigenschaften und Besonderheiten der Bienenprodukte, ohne sie zu vereinfachen. Herkunft, Lagerung, Verarbeitung und Kennzeichnung entscheiden darüber, wie ein Produkt fachlich bewertet werden kann.
Naturprodukt
Honig.
Honig ist ein traditionelles Naturprodukt mit komplexer Zusammensetzung. Der folgende Überblick erklärt, wodurch sich naturbelassener Honig von Haushaltszucker unterscheidet, welche Inhaltsstoffe relevant sind und warum eine schonende Gewinnung und Lagerung entscheidend ist.
Rechtlicher Hinweis
In Österreich gelten Honig und Wachs rechtlich als Lebensmittel. Blütenpollen, Propolis und Gelee Royale zählen zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Daher sind das LMSVG und die Nahrungsergänzungsmittelverordnung zu beachten. Gesundheits- oder krankheitsbezogene Aussagen sind Imkerinnen und Imkern nicht erlaubt; Diagnose, Behandlung und entsprechende Auslobungen bleiben Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Honig und Haushaltszucker: der zentrale Unterschied
Honig wird häufig auf seinen Zuckergehalt reduziert. Diese Sichtweise greift jedoch zu kurz, weil naturbelassener Honig neben Zucker auch Enzyme, Pollen, organische Säuren, Mineralstoffe und viele weitere Begleitstoffe enthält.
Der zentrale Unterschied zu Haushaltszucker liegt in der natürlichen Vielfalt der Zuckerarten und Begleitstoffe. Honig besteht überwiegend aus Trauben- und Fruchtzucker, enthält jedoch auch kleinere Anteile weiterer Zuckerarten.
Inhaltsstoffe und Zusammenspiel
Honig enthält eine Vielzahl natürlicher Inhaltsstoffe, darunter Enzyme, Säuren, Aminosäuren, Pollen, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Flavonoide und Aromastoffe.
Entscheidend ist nicht die isolierte Betrachtung einzelner Stoffe, etwa Zucker, sondern das natürliche Zusammenspiel der vielen Inhaltsstoffe, die je nach botanischer und geografischer Herkunft stark variieren können.
Damit behält der Satz von Aristotels seine Richtigkeit!
„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“
Auch die Honigart beeinflusst die Zusammensetzung: Blütenhonig enthält aufgrund des höheren Pollenanteils tendenziell mehr Vitamine, während Wald- bzw. Honigtauhonig häufig mehr Mineralstoffe und Spurenelemente aufweist.
Aminosäuren, Säuren und Pollen
Cholin, Acetylcholin, organische Säuren und Pollen gehören zu den ergänzenden Bestandteilen des Honigs. Sie sind ernährungsphysiologisch gesehen wichtige Inhaltsstoffe und sind im Haushaltszucker nicht enthalten.
Duftstoffe, Aromastoffe und traditionelle Anwendung
Honig enthält zahlreiche Duft- und Aromastoffe sowie natürlich vorkommende antibakteriell wirksame Substanzen (Enzyme). Traditionelle Anwendungen wie Tee oder Milch mit Honig werden daher vor allem als wohltuende Hausmittel geschätzt.
In der modernen Medizin wird Honig auch alternativ zur Wundheilung eingesetzt.
Naturbelassenheit und Qualität
Die Qualität von Honig hängt wesentlich von der schonenden Gewinnung, sachgerechten Lagerung und geringen Wärme- sowie Lichteinwirkung ab, weil empfindliche Stoffe wie Enzyme und Flavonoide dadurch geschützt werden.
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Honig muss reif, hygienisch einwandfrei und möglichst schonend gewonnen werden.
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Die Lagerung muss kühl (10-15° C) lichtgeschützt und in geeigneten Gefäßen erfolgen.
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Unnötige Erwärmung sollte vermieden werden.
Honigfächer: Inhaltstoffe Honig

Die Österreichische Gesellschaft für Apitherapie setzt sich dafür ein, Bienenprodukte möglichst naturbelassen und in hoher Qualität für Konsumentinnen und Konsumenten verfügbar zu machen. Das Qualitätsgütesiegel Apithera ®Premiumqualität kennzeichnet Produkte, die nach streng definierten Qualitätskriterien hergestellt wurden und ausschließlich in lichtgeschützter Verpackung in Verkehr gebracht werden dürfen.
Weiterführende Informationen:
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Frank, R., Shinha-Kumpfmüller, K., Puttinger, J. und Reitinger, A. (2007): Wirkung von Honig auf das Immunsystem und die Gesundheit. Ernährung und Medizin, 22, 183–189.
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Gfeller, M. und Bogdanov, S. (2006): HMF-Gehalt, Invertase- und Diastaseaktivität von in- und ausländischen Honigen. ALP science, Nr. 499.
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Bogdanov, S. und Blumer, P. (2001): Natürliche antibiotische Eigenschaften des Honigs. Schweizerisches Zentrum für Bienenforschung, Liebefeld.
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Bogdanov, S. (1999): Lagerung, Kristallisation und Verflüssigung des Honigs. Schweizerisches Zentrum für Bienenforschung, Liebefeld.
Überarbeitet: Juli 2026 Gerald Lindenthaler (ÖGA)
Kittharz
Propolis.
Rechtlicher Hinweis
In Österreich gilt Propolis als Nahrungsergänzungsmittel. Daher sind insbesondere die Bestimmungen des LMSVG sowie der Nahrungsergänzungsmittelverordnung zu beachten. Gesundheitsbezogene oder krankheitsverhindernde Aussagen sind für Imkerinnen und Imker im Zusammenhang mit Vermarktung und Bewerbung nicht zulässig.
Bedeutung und Wiederentdeckung
Propolis zählt zu den Bienenprodukten, die in den letzten Jahren sowohl in der Medizin als auch im Bewusstsein vieler Imkerinnen und Imker wieder stärker an Bedeutung gewonnen haben. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde es im deutschsprachigen Bereich wenig beachtet. Heute gilt Propolis als wertvolles Spezialprodukt aus dem Bienenvolk.
Was ist Propolis?
Bienen sammeln die Grundsubstanzen für Propolis vor allem von Knospen und Baumrinden. Dabei handelt es sich um Harze und Balsame, die anschließend mit körpereigenen Sekreten und Wachs angereichert werden. Wichtige Pflanzenquellen sind insbesondere Pappeln und verschiedene Nadelbäume, aber auch Weiden, Eichen und Erlen.
Gewonnen werden kann Propolis ausschließlich über das Bienenvolk. Dafür sind nur wenige spezialisierte Arbeitsbienen zuständig. Sie sammeln das Harz mit ihren Hinterbeinen – eine anspruchsvolle Arbeit für die Tiere. Im Bienenstock dient Propolis als Bau-, Reparatur-, Isolations- und Schutzmaterial.
Ernte und Menge
Ein europäisches Bienenvolk sammelt durchschnittlich ca. 50 bis 150 Gramm Propolis pro Jahr. Bei besonders sammelstarken Bienenrassen/Völkern, etwa bei der kaukasischen Biene, können es auch 250 bis 1.000 Gramm jährlich sein. Mit speziellen Gittern kann eine Imkerin oder ein Imker pro Bienenvolk meist maximal 60 bis 100 Gramm Propolis pro Jahr ernten.
Funktion im Bienenstock
Die Bienen überziehen die Innenflächen des Stocks sowie jede einzelne Wabenzelle mit einer hauchdünnen Schicht Propolis. Dadurch schaffen sie ein Umfeld, das die Ausbreitung von Krankheitserregern hemmen kann.
Im Bienenstock herrschen Bedingungen, die die Vermehrung von Keimen begünstigen könnten: eine sehr hohe Bienendichte, Temperaturen von über 30 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Propolis trägt mit seinen antimikrobiellen Eigenschaften dazu bei, dieses Risiko zu reduzieren. Diese Eigenschaften werden auch in der Apitherapie geschätzt.
Zusammensetzung von Propolis
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ca. 50–55 % Harze und Balsame
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ca. 25–30 % Bienenwachs
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ca. 8–11 % ätherische Öle
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ca. 5 % Pollen
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ca. 5 % Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie zahlreiche organische Stoffe, darunter vor allem Flavonoide.
Die Zusammensetzung von Propolis kann je nach Herkunft, Jahreszeit und Bienenvolk stark variieren. Bisher wurden mehr als 200 Inhaltsstoffe identifiziert. Auch das äußere Erscheinungsbild ist vielfältig: Die Farbe reicht von Grau über Gelb und Rubinrot bis hin zu Schwarz.
Bis heute ist es nicht gelungen, die medizinische Qualität von Propolis einheitlich zu standardisieren. Manche Anwenderinnen und Anwender sehen darin einen Nachteil, andere betrachten gerade diese natürliche Vielfalt als besonderen Vorteil.
Medizinische Bedeutung und rechtliche Einordnung
Empirische Erfahrungen sowie zahlreiche identifizierte Inhaltsstoffe machen Propolis zu einem interessanten Bienenprodukt im Kontext traditioneller und ergänzender Anwendungen.
In der Literatur werden unterschiedliche Anwendungsbereiche beschrieben. Bei Aussagen zu Wirkungen, Anwendungen oder gesundheitlichen Vorteilen sind jedoch stets die rechtlichen Vorgaben zu beachten. Eine medizinische Abklärung und Beratung kann dadurch nicht ersetzt werden.
Anwendungsformen
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Alkoholische Propolislösung, häufig als Propolistropfen bezeichnet, kann direkt oder gemeinsam mit etwas Honig oder Brot eingenommen werden. In Wasser, Saft oder Tee sollte sie nicht geträufelt werden, da Propolis ausflocken und ein großer Teil der Inhaltsstoffe am Glas haften bleiben kann.
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Kleine Mengen Propolis können gemeinsam mit Entdeckelungswachs gekaut werden.
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Fein gemahlen kann Propolis in Cremehonig eingerührt werden.
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Propolis wird auch als wertgebender Bestandteil in Salben und kosmetischen Cremen verwendet.
Wichtiger medizinischer Hinweis
Propolisprodukte können bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen. Bei ernsthaften Erkrankungen sollte man immer ärztlichen Rat einholen.
Weiterführende Informationen
Die folgenden Quellen bieten weiterführende Informationen zu Propolis und enthalten umfangreiche Literaturangaben.
- Bogdanov, St., 1999: Propolis. Schweizerisches Zentrum für Bienenforschung, Liebefeld, Bern
Rechtliche Hinweise:



Leikert-Rahmen zum Propolis gewinnen. Quelle: Propolis Klaus Nowottnick
Überarbeitet Gerald Lindenthaler 08/2026
Frisches Bienenwachs
Entdeckelungswachs.
Die feine Wachsschicht, mit der Bienen reifen Honig in der Wabe verschließen.
Vor dem Schleudern entfernt die Imkerin oder der Imker diese Zelldeckel. Das dabei gewonnene Entdeckelungswachs ist besonders frisch und kann neben den Bestandteilen des Wachses auch Spuren von Honig, Blütenpollen und Propolis enthalten.
Für eine gute Qualität muss es sauber gewonnen, vor Wachsmotten geschützt und anschließend trocken, dunkel und kühl gelagert werden. Bienenwachs wird traditionell in Pflegeprodukten und Wärmeanwendungen eingesetzt; eine therapeutische Verwendung sollte fachlich begleitet werden.
Eiweißquelle der Bienen
Blütenpollen.
Rechtlicher Hinweis
In Österreich zählen Blütenpollen, Propolis und Gelée royale zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Daher sind das LMSVG und die Nahrungsergänzungsmittelverordnung einzuhalten.
Gesundheitsbezogene Anmerkungen sind den Imkern und Imkerinnen nicht erlaubt.
Was ist Blütenpollen?
Blütenpollen wird in den Staubblättern der Blüten gebildet und sind die männlichen Keimzellen der Pflanzen. Größe, Form und Oberfläche der Pollenkörner unterscheiden sich je nach Pflanzenart und sind daher charakteristisch für bestimmte Pflanzenarten (Pollenanalyse).
Bedeutung für Bienen und Pflanzen
Bienen sammeln den feinen Blütenstaub mit ihren spezialisierten Beinen. Dabei übertragen sie Pollen von Blüte zu Blüte, ermöglichen die Bestäubung und tragen so zur Befruchtung und Vermehrung der Pflanzen bei.
Mit Pollenhöschen an den Hinterbeinen und Nektar im Honigmagen kehren die Bienen in den Stock zurück. Dort dient Blütenpollen als „Brot der Bienen“: Er ist ihre wichtigste Eiweißquelle und wird besonders für die Aufzucht der Brut benötigt. Ein Bienenvolk sammelt zur Eigenversorgung jährlich bis zu 35 kg Pollen.
Für die Vitalität der Bienen sind sowohl eine ausreichende Pollenmenge als auch eine große Pollenvielfalt entscheidend. Je artenreicher die Flora rund um den Bienenstock ist, desto vielfältiger ist der eingetragene Pollen.
Zusammensetzung und Nährstoffe
Blütenpollen enthält eine Vielzahl ernährungsphysiologisch relevanter Inhaltsstoffe.
Hauptkomponenten (g/100g)
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Kohlenhydrate, total 57 – 81
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Nahrungsfasern 0,3 – 20
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Eiweiß/Aminosäuren 10 – 40 (darunter fast alle essentiellen Aminosäuren
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Fett 1 – 10
Mineralstoffe und Spurenelemente (mg/100g)
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Kalium 400 – 2000
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Phosphor 80 – 600
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Kalzium 20 – 300
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Magnesium 20 – 300
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Zink 3 – 25
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Mangan 2 – 11
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Eisen 1 – 17
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Kupfer 0,2- 1,6
Quelle: Dr. Bogdanov
Weitere Bestandteile
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nahezu alle Vitamine, darunter B1 bis B12, C, D, E(Tocopherol), K und Provitamin A
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Flavonoide (gesamt) 40- 2500 mg/100g
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ein ernährungsphysiologisch wertvolles Fettsäuremuster mit einem hohen Anteil an Alpha-Linolensäure
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Enzyme wie Phosphatase, Amylase und Saccharase und weitere bioaktive Substanzen (Sterine)
Ernährungsphysiologische Bedeutung
Diese Inhaltsstoffe unterstützen wichtige Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper.
Pollen als Nahrungsergänzungsmittel kann den Speisezettel ergänzen und das allgemeine Wohlbefinden fördern.

Quelle: Bienenprodukte und Apitherapie (Schweizer Bienenvater)
Überarbeitet Gerald Lindenthaler 08/2026
Apitoxin
Bienengift.
Ein hochwirksames, komplexes Substanzgemisch – und kein Produkt für die Selbstanwendung.
Bienengift dient der Verteidigung des Bienenvolks. Zu seinen Bestandteilen zählen Peptide wie Melittin und Apamin, verschiedene Enzyme, aktive Amine, Aminosäuren und weitere Stoffgruppen. In der medizinischen Forschung wird Bienengift in unterschiedlichen Zusammenhängen untersucht.
Sicherheit zuerst
Bienengift kann Asthma sowie schwere bis lebensbedrohliche allergische Reaktionen auslösen. Jede apitherapeutische Anwendung darf ausschließlich nach medizinischer Abklärung, Allergietest und unter ärztlicher Betreuung erfolgen.
Perga
Bienenbrot.
Von Bienen gesammelter und in der Wabe fermentierter Blütenpollen.
Die Bienen speicheln den gesammelten Pollen ein, lagern ihn in den Wabenzellen und verdichten ihn. Während der Lagerung verändert ein natürlicher Gärungsprozess das Produkt: Der Wassergehalt sinkt, der Milchsäuregehalt steigt und der Pollen wird haltbar.
Durch diese Verarbeitung unterscheidet sich Bienenbrot deutlich vom frisch geernteten Pollen. Es besitzt eine eigene Textur und ein charakteristisches, leicht säuerliches Aroma.
Futtersaft der Königin
Gelée Royale.
Ein empfindliches Bienenprodukt, das von jungen Ammenbienen erzeugt wird.
In den ersten Lebenstagen erhalten alle Bienenlarven Gelée Royale. Königinnenlarven werden damit durchgehend gefüttert – eine Besonderheit, die ihre Entwicklung zur Königin ermöglicht.
Frisches Gelée Royale ist weißlich bis perlmuttfarben und besitzt einen säuerlichen, leicht süßlichen Geschmack. Sorgfältige Gewinnung, eine durchgehende Kühlung sowie lichtgeschützte Verpackung sind für die Qualität besonders wichtig.
ISO12824:2016TYP 1
Was bedeutet Typ 1?
Die internationale Norm ISO 12824:2016 beschreibt Anforderungen an Produktion, Hygiene, Prüfung, Transport, Lagerung und Kennzeichnung von Gelée Royale. Sie unterscheidet zwei Herstellungsarten.
Typ 1 stammt von Bienenvölkern, die während der Gelée-Royale-Produktion ausschließlich ihre natürlichen Nahrungsquellen – Pollen, Nektar und Honig – erhalten. Bei Typ 2 können zusätzlich andere Nährstoffe wie Eiweiß oder Zuckersirup eingesetzt werden.
Luft aus dem Bienenvolk
Bienenstockluft.
Ein warmer, aromatischer Luftstrom, der während der Bienensaison direkt aus dem Stock geführt wird.
Bei einer Bienenstockluft-Anwendung wird die Stockluft über ein dafür vorgesehenes System aus dem Bienenvolk geleitet. Die Anwenderinnen und Anwender kommen dabei nicht mit den Bienen in Kontakt. Temperatur, Duft und Zusammensetzung der Luft hängen unter anderem von Jahreszeit, Volksstärke und den eingelagerten Bienenprodukten ab.
Die Anwendung ist kein Ersatz für eine medizinische Behandlung. Menschen mit Allergien oder Atemwegserkrankungen sollten sie vorab ärztlich abklären.
Hinweis zur Einordnung
Fachlich informieren.
Diese Seite informiert über Herkunft, Zusammensetzung, Qualität und traditionelle Verwendung von Bienenprodukten. Sie ersetzt keine medizinische Beratung. Aussagen zu Diagnose oder Behandlung gehören in die Hände qualifizierter Ärztinnen und Ärzte.
Nächster Schritt
Qualität nachvollziehen.
Erfahren Sie, welche Standards für Gewinnung, Verarbeitung und Kennzeichnung wichtig sind.

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